Empirische Evidenz

Naturwissenschaften basieren auf empirischer Evidenz und benötigen diese.

Empirische Evidenz wird häufig durch Experimentieren geschaffen. Dies bildet sicherlich eine der zentralen methodischen Ansätze innerhalb der Naturwissenschaften. Experimentieren ist aber nicht nur wesentlich für die Produktion von naturwissenschaftlichem Wissen, sondern auch für die Kommunikation dieses Wissens. Natürlich gibt es auch andere Methoden, empirische Evidenz zu schaffen, Beobachtungen können hier eine wesentliche Rolle spielen wie auch das systematische Sammeln und Auswerten von Daten.

Geschichten, in denen dieser Aspekt eine wesentliche Rolle spielt sind:

  • Eine merkwürdige Krankheit beschäftigt den niederländischen Arzt Christiaan Eijkman. Beri-Beri kommt in den niederländischen Kolonien vor und stellt die Forscher für längere Zeit vor große Rätsel. Die Geschichte bis zum letztlichen Verständnis und der daraus resultierenden Behandlung verläuft alles andere als linear.
    Simplex non veri sigillum
  • "Es gab noch viel zu tun, aber sie hatten eine Idee, wie sich zeigen lassen könnte, dass der menschliche Körper Nahrung verbrennt." Den spannenden Weg, der zu dieser Erkenntnis geführt haben könnte, schildert die Geschichte
    Antoine Laurent de Lavoisier und die Atmung
  • Über den systematischen Einsatz sehr empfindlicher Waagen kam Lavoisier zu der aus seiner Sicht zentralen Aussage, dass die Masse bei chemischen Reaktionen immer unverändert bleibt.
    Buchhaltung der Chemie
  • Mindestens zweimal verpassten Irene und Frederic Joliot-Curie die Chance als erste eine Neuentdeckung zu veröffentlichen. Ihre genaue Beobachtung (oder war es Zufall?) führten Sie dann doch noch auf eine spannende Spur. 1935 erhielten sie den Nobelpreis als Anerkennung für ihre Demonstration der künstlichen Entstehung neuer radioaktiver Elemente.
    Das Telegramm
  • John Dalton kommt über seine quantitativen chemischen Untersuchungen zu einer Reihe von Ergebnissen, aber auch zu einer zentralen Frage: Was ist das übergeordnete Prinzip?
    Der Lehrer und die Atome
     
  • Die Formulierung des mechanischen Wärmeäquivalents kann als ein sehr wesentlicher Schritt zur Formulierung des allgemein gültigen Energiesatzes angesehen werden. Joule zeigte in einer Reihe von Experimenten, dass - modern formuliert - mechanische Arbeit in Wärme umgewandelt werden kann
    Joule und Energie
     
  • Was ist Wärme - Substanz oder Bewegung kleiner Teilchen? Eine Antwort entwickelte der bayerische Kriegsminister Benjamin Thompson, der sich später Graf Rumford nennen durfte, bei der Herstellung von Kanonen.
    Kanonen gegen Wärme
     
  • Ein seltsames Linienmuster im Gras führen Martin, Andreas und Michael im Jahr 1778 zu einem Vortrag von Georg Christoph Lichtenberg, in dem er beschreibt, wie er solche Figuren in seinem Labor in Göttingen erzeugen kann und wie sie entstehen.
    Lichtenbergs seltsame Spuren
     
  • Marie Curies Weg von einer Schülerin, die in schwierigen Verhältnissen lebt, zu einer der bedeutendsten Naturforscherinnen des 20. Jahrhunderts und ihre Arbeit zum Nachweis bis dahin nicht bekannter radioaktiver Elemente.
    Maria, die herausragende Pionierin der Radioaktivitätsforschung
  • Ist NICHTS wirklich möglich? Die Geschichte schildert, wie Otto von Guericke den eigentlich aussichtslosen Versuch unternahm, das Vakuum nachzuweisen.
    Otto und das Nichts
  • Wie kann ein Atom modellhaft beschrieben werden? Rutherfords Versuchsergebnisse widersprachen den Annahmen seines Doktorvaters J.J. Thompson! Beim Weihnachtsessen am Sonntag vor Weihnachten 1911 kam Rutherford eine Idee.
    Rutherfords Atom
  • Maria Sibylla Merian begann im Alter von 13 Jahren mit der Beobachtung und Zeichnung von Raupen und Schmetterlingen. 19 Jahre später erschien ihr erstes Buch, in dem sie das Prinzip der Metamorphose beschrieb und durch viele Zeichnungen illustrierte. Wie Sibylla dazu gekommen sein könnte, Raupen und Schmetterlinge zu zeichnen beschreibt die Geschichte
    Sibylla und die Puppen