Kreativität

Naturwissenschaftliche Forschung ist sehr kreativ.

Kreativität in den Naturwissenschaften ist ein selbstverständliches Attribut für diejenigen, die selbst naturwissenschaftlich tätig sind. Allerdings erscheinen naturwissenschaftliche Forschung und die damit verbundenen Praktiken für diejenigen, die nicht in diesem Bereich tätig sind, eher als starr und nicht kreativ , sondern als als eine Praxis, die sich an nicht verstehbaren und nicht hinterfragbaren Regeln hält. Daneben wird es als eine Tätigkeit wahrgenommen, die keine Raum für einen individuellen Zugang oder individuelle Kompetenzen bietet. Eine derartige Fehlvorstellung ist problematisch, da sie eine berufliche Qualifikation in den Naturwissenschaften unattraktiv erscheinen lässt.

Geschichten, in denen dieser Aspekt eine wesentliche Rolle spielt sind:

  • Mindestens zweimal verpassten Irene und Frederic Joliot-Curie die Chance als erste eine Neuentdeckung zu veröffentlichen. Ihre genaue Beobachtung (oder war es Zufall?) führten Sie dann doch noch auf eine spannende Spur. 1935 erhielten sie den Nobelpreis als Anerkennung für ihre Demonstration der künstlichen Entstehung neuer radioaktiver Elemente.
    Das Telegramm
     
  • Die Nutzung der Sonnenenergie war schon vor überraschend langer Zeit interessant. Die Geschichte beschreibt die Entwicklung des ersten Solarkochers und die politischen und ökonomischen Gründe, warum er dann schließlich doch nicht zum Erfolgsmodell wurde.
    Die Seele der Solarenergie: Augustin Mouchot
     
  • Skorbut ist eine der ältesten bekannten Krankheiten, unter der besonders Seefahrer litten. Der Schiffsarzt James Lind konnte im 18. Jahrhundert die Ursache dieser Krankheit durch ein systematisches Vorgehen finden. Er gilt als der erste, der überhaupt eine vergleichende experimentelle Studie durchführte. Die Einzelheiten erzählt die Geschichte
    Die Zitronenlösung
     
  • Der bayerische Kriegsminister Benjamin Thompson steht vor dem Problem, seine Truppen möglichst ökonomisch zu ernähren. Kartoffeln hatten zu seiner Zeit keinen guten Ruf, wären aber die Lösung.
    Die geheimnisvolle Suppe
     
  • Die Vielzahl der existierenden chemischen Elemente stellt Chemiker in der Mitte des 19. Jahrhunderts vor Probleme. Medeleev kommt hier auf sehr ungewöhnliche Weise zu einer Lösung ...
    Dmitris Periodentraum
     
  • Die Formulierung des mechanischen Wärmeäquivalents kann als ein sehr wesentlicher Schritt zur Formulierung des allgemein gültigen Energiesatzes angesehen werden. Joule zeigte in einer Reihe von Experimenten, dass - modern formuliert - mechanische Arbeit in Wärme umgewandelt werden kann
    Joule und Energie
     
  • Die Krankheit der Tochter seines engen Freundes Muspratt ließ Justus von Liebig versuchen, die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe möglichst stark zu konzentrieren. Es entstand das, was wir heute als Brühwürfel bezeichnen.
    Justus' lebensrettende Suppe
     
  • Ein seltsames Linienmuster im Gras führen Martin, Andreas und Michael im Jahr 1778 zu einem Vortrag von Georg Christoph Lichtenberg, in dem er beschreibt, wie er solche Figuren in seinem Labor in Göttingen erzeugen kann und wie sie entstehen.
    Lichtenbergs seltsame Spuren
     
  • Marie Curies Weg von einer Schülerin, die in schwierigen Verhältnissen lebt, zu einer der bedeutendsten Naturforscherinnen des 20. Jahrhunderts und ihre Arbeit zum Nachweis bis dahin nicht bekannter radioaktiver Elemente.
    Maria, die herausragende Pionierin der Radioaktivitätsforschung
     
  • Ist NICHTS wirklich möglich? Die Geschichte schildert, wie Otto von Guericke den eigentlich aussichtslosen Versuch unternahm, das Vakuum nachzuweisen.
    Otto und das Nichts
     
  • Maria Sibylla Merian begann im Alter von 13 Jahren mit der Beobachtung und Zeichnung von Raupen und Schmetterlingen. 19 Jahre später erschien ihr erstes Buch, in dem sie das Prinzip der Metamorphose beschrieb und durch viele Zeichnungen illustrierte. Wie Sibylla dazu gekommen sein könnte, Raupen und Schmetterlinge zu zeichnen beschreibt die Geschichte
    Sibylla und die Puppen